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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Die Leistung eines Hauptstrom-Elektromotors ist:

s 1 (i? -s- 12 Vlli -s- I-) Watt.

s 1 (12 -j- 12 Via -i- 1-) , 6 1 (12 Va -s- 12 ^ -s- 1-)^

9,81 ^ ^ ^ 756

0. Wechselst!» m-Elektromotoren. BeiWechselstrommotoren unterscheidetman je nach der Anordnung des magnetischen Feldes synchrone und asynchroneoder Jnduktions-Motoren und wie bei Wechselstrommaschinen Emphasen- undMehrphasenstrommotoren, zu welch letzteren die Drehstrommotoren gehören. Wasim folgenden über synchrone und asynchrone Motoren gesagt wird, bezieht sichauf alle Wechselstrommotoren, also auch auf Drehstrommotoren.

Die synchronen Motoren unterscheiden sich in nichts von den Wechselstrom-Dynamos. Ihr magnetisches Feld wird durch Gleichstrom erregt, während indie Ankerwickelung durch Schleifringe und Bürsten Drehstrom eingeführt wird.Die synchronen Motoren gehen nicht von selbst an, sondern sie müssen durchmechanische Mittel auf ihre normale Umdrehungszahl gebracht werden, ehe sieArbeit zu leisten vermögen. Im Gegensatz zu asynchronen Motoren halten sieihre normale Umdrehungszahl übereinstimmend mit dem Gange der den Motorspeisenden Dynamomaschine. Diese gleichartige Funktion der beiden Maschinen,d. h. der Dynamo und des Motors, bezeichnet man als synchron, daher dieBenennung: Synchrone Motore oderSynchronmotor Jede als Elektromotorlaufende gewöhnliche Wechselstrommaschine ist ein Synchronmotor. Übersteigtdie Belastung des Motors einen Höchstwert, so wird sich sein Gang verlang-samen und da er hierdurch aus dem Synchronismus kommt, bleibt er stehen.Die sowohl für einfachen Wechselstrom als auch für Drehstrom zu verwendendenMotoren werden, außer einer von Brown konstruierten Type der Maschinen-fabrik Oerlikon für einfachen Wechselstrom, wenig gebaut und benutzt.

Die asynchronen, d. h. mit der sie speisenden Dynamomaschine nicht gleich-artig laufenden Elektromotoren, auch Jnduktionsmotoren genannt, haben dieweiteste Verbreitung. Bei diesen wird der von der Primärstation kommendeStrom in die Windung des Motoren-Gehäuses eingeführt und erzeugt hier einrotierendes magnetisches Feld, das den Anker, indem es ihn mitnimmt, inDrehung versetzt.

Einphasige Wechselstrommotoren erscheinen auf den ersten Blick alsdie empfehlenswertesten Elektromotoren, da sie denjenigen Wechselstrom benutzen,der mit Bezug auf geringste Leitungskosten den Vorzug verdient, denn der ein-phasige Strom erfordert nur zwei Leitungen, ganz so wie der Gleichstrom.Leider aber ist er zum Betrieb von Motoren bis jetzt noch der ungeeignetste,weil Motoren durch ihn überhaupt nicht direkt zum Anlaufen gebracht werdenkönnen. Will man dies erreichen, so muß dies auf künstlich geschaffenem Um-wege geschehen, nämlich derart, daß man eine künstliche Phase einfügt, indemman vom Ursprungsstrome einen Teil abzweigt und diesen durch einen induk-tiven Widerstand (Transformator) schickt, wodurch eine Phasenverschiebunggegenüber dem Ursprungsstrome entsteht. Sendet man nun neben dem ur-sprünglichen Hauptstrom den in der Phase verschobenen Zweigstrom ebenfalls in