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Zerlegbares Modell der Schleifer-Einkammer-Luftdruckbremse / von Ingenieur Friedrich
Entstehung
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Abschreibung des nachstehenden

Modells der Ginkammer-Lustdruckbremse für Eisenbahnfahrzeuge von

Aaurat Schleifer.

Allgemeines. Unter Bremsen für Eisenbahn-Fahrzeuge versteht man Apparate,welche den Zweck haben, durch Hervorbringung von Reibungswiderstand die Ge-schwindigkeit des Zuges zu regeln oder denselben zum Stillstand zu bringen.

Bei den Eisenbahn-Fahrzeugen erfolgt das Bremsen fast ausschließlich durchAnpressen von Bremsklötzen an die Radumfänge.

Wir unterscheiden zunächst:

1. Einzelbremsen (Handbremsen), bei denen jedes Fahrzeug für sichgebremst -wird;

2. Gruppenbremsen, bei denen zwei oder mehr Fahrzeuge von derselbenAntriebstelle aus gebremst werden;

3. Durchlaufende Bremsen, bei denen der ganze Zug (d. h. sämtlicheFahrzeuge) von einer Stelle aus gebremst wird.

Wir können die Bremsen auch noch darnach unterscheiden, ob sie für gewöhn-lichen Betrieb verwendet werden sollen, wobei ein allmähliches, aber kräftiges Bremsenverlangt wird, oder aber ob sie als Notbremse Verwendung finden sollen, in welchemFalle nicht nur eine kräftige, sondern auch eine fast momentane Bremswirkung ein-treten muß. Die modernen Bremssysteme vereinigen in mehr oder minder voll-kommener Weise die Eigenschaften der Betriebsbremse mit denen der Notbremse, sodaßim Augenblick der Gefahr dieselbe Bremseinrichtung, welche unter normalen Ver-hältnissen den Zug allmählich bremst, ihn in einem Minimum von Zeit zum Still-stand bringt.

Unsere modernen Bremseinrichtungen sind so angeordnet, daß sie nicht nurvom Zugführer und vom Zugpersonal, in Notfällen auch von Passagieren in

Thätigkeit gesetzt werden können, sondern daß sie, wenn eine Kuppelung reißen odereine andere Störung eintreten sollte, auch automatisch bremsen.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind eine ganze Reihe von Brems-Systemenaufgekommen, von denen die bekanntesten die von Westinghouse, von Carpenter,von Schleifer und von Wenger sind.

Beschreibung der Schleifer-Bremse.

In der Textfigur 1 sehen wir die Anordnung des gesamten Bremsapparatesan der Lokomotive. An der Lokomotive ist der Bremsmotor (1) angebracht, der denZweck hat, die zum Bremsen benutzte Luft auf eine gewisse Spannung zu bringen.Der Bremsmotor besteht aus einem Luft- und einem Dampfcylinder. Der zumBetrieb des Motors benutzte Dampf wird demselben durch das Rohr (2) zugeführt;durch mehr oder weniger starkes Öffnen des in dieses Rohr eingeschalteten Ventilsläßt sich die minutliche Hubzahl des Motors und damit der Luftdruck im Haupt-luftgefäß (3) regeln. Dem Luftgefäß (3) wird die Preßluft vom Luftcylinder desBremsmotors (I) durch Rohr (4) zugeführt.

Zur Bremsausrüstung gehört noch ein Hilfsluftbehälter (5), der. durchRohr (6) mit dem Steuerventil (7) zur Treibradbremfe in Verbindung steht. Sollgebremst werden, so bewegt der Lokomotivführer den Hebel des mit dem Steuer-ventil verbundenen Bremshahnes (8) in die Bremsstellung, und es strömt Luft ausder Hauptrohrleitung (9) durch das geöffnete Küken des Bremshahnes ins Freie.Durch die im Steuerventil nun entstehende Druckverminderung wird ein Schieberin Bewegung gesetzt, der seinerseits eine Öffnung freigiebt, durch welche die Lustaus dem Hilfsluftbehälter (5) nach dem Bremscylinder (10) strömt. Die gepreßte