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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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Der Schmied hatte die Kette hingelegt, damit sie sichabkühle und kam nun auf das Geschrei zur Türe hinaus,nahm den Jungen beim Ohr und sagte:Siehst du, dasgeschieht dir ganz recht, daß du dir deine Diebsfinger ver-brannt hast. Latz dir für allemal gesagt sein:

Fremde Sachen rührt ein braver MannSo wenig als ein glühend Eisen an."

24. Für den Freund. (165)

Auf einen Kirchturm sollte noch der Wetterhahn gesetztwerden. Das Gerüst war aber zu wenig hoch: wie konnteman da hinaufkommen? Die beiden jungen Handwerker,die den Hahn aufrichten sollten, waren gute Freunde. Dereine, ein breitschultriger Jüngling, sagte nun zum andern:Steig auf meine Achseln, ich will feststehen und dich halten."Der jüngere stieg aus das lebendige Gerüst, nahm die Blei-pfanne und fing an, mit dem flüssigen Blei die Stange fest-zulöten. Er merkte gar nicht, wie einige Tropfen geschmolzenenBleis auf seinen Freund heruntertröpfelten. Dieser hatte diefurchtbarsten Schmerzen; aber er stand fest. Hätte er gewankt,so wäre der auf ihm Stehende hinuntergestürzt und zer-schmettert. Endlich war die Arbeit fertig. Kaum waren dieBeiden unten angekommen, so sank der vom Blei Verbranntewie tot zusammen. Er wurde in das Spital gebracht underst nach vielen Wochen geheilt. (A, Msler.)

25. Der Schuhnagel (i8i)

Der sleitzige Nagelschmied Ohnerast satz den ganzen Tagin seiner Werkstatt und hämmerte draus los, datz die Funkenumher spritzten. Der Sohn seines reichen Nachbars, desHerrn von Sitz, kam täglich herüber und sah ihm oft stun-denlang zu.

Lernen Sie zum Zeitvertreib einmal einen Nagel machen,junger Herr," sagte einst der Nagelschmied,'wer weitz, wozues gut ist." Der mützige, junge Herr lietz sich das gefallen