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Komm aus dem Dorf hinaus aufs Schlachtfeld! Fühlst du,wie die Lust von Rauch und Pulverdampf und Blutgerucherfüllt ist, das; es einem fast den Atem hemmt? Sieh, daswaren unsere Felder, unsere Weinberge, unsere Wiesen. Dawar's vorgestern noch so schön. Und heute? Jst's nicht,wie wenn ein Feuer drüber hingefahren wäre?
Aber, schau um dich her! Da liegen die Söhne beiderVölker, die sich bekriegen, Hunderte, Tausende, Mann anMann mit geschlossenen oder starr offenen Augen ... Da-hingemäht wie das Gras in der Blüte des Lebens. Nichtwahr, es wird dir schaurig aus diesem Totengefilde? Wirwollen nicht mehr hinein in die Scheunen, wo die Ster-benden, die Krüppel wimmern.
(A. Fisler, aus der Fröschweiler Chronik.)
41. Morgenlied. ( 52 )
Gehe hin in Gottes Namen, greif dein Werk mit Freuden an.Frühe säe deinen Samen, was getan ist, ist getan.
Sieh' nicht aus nach dem Entfernten, was dir nah liegt,mutzt du tun;
Säen mutzt du, willst du ernten, nur die sleitz'ge Hand wirdruh'n.
Mützig stehen ist gefährlich, heilsam unverdrotz'ner Fleitz,Und es steht dir abends ehrlich an der Stirn des TagesSchweitz.
Weitzt du auch nicht, was geraten oder was mißlingen mag.Folgt doch allen guten Taten Gottes Segen für dich nach.
Geh' denn hin in Gottes Namen, greif dein Werk mitFreuden an;
Frühe säe deinen Samen, was getan ist, ist getan.
(Spitta.)
24. Mohammed. ( 53 )
Dem Mohammed wollten es anfänglich nicht alle vonseinen Landsleuten glauben, datz er ein Prophet sei, weil er