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noch keine Wunder getan habe, wie Mas. Dazu sagteMohammed ganz gleichgültig wie einer, der eine Pfeife Tabakraucht und etwas dazu redet, „das Wunder," sagte er,„macht den Propheten nicht aus. Wenn ihr's aber verlangt,so werden ich und jener Berg dort geschwind beieinandersein." Nämlich, er deutete aus einen Berg, der eine Stundeweit oder etwas entfernt war und rief ihn mit gebietenderStimme, das; der Berg sich soll von seiner Stätte erhebenund zu ihm kommen. Als aber dieser keine Bewegung machenund keine Antwort geben wollte, wiewohl keine Antwortauch eine ist, so ergriff Mohammed sanftmütig seinen Stabnnd ging zum Berg, womit er ein merkwürdiges und nach-ahmenswertes Beispiel gab, auch für solche Leute, die keinePropheten zu sein verlangen, nämlich, das; man dasjenige,was man selbst tun kann, nicht von einem wunderbaren Ver-hängnis oder von Zeit und Glück oder von andern Menschenverlangen soll. Z. B. hast du etwas Notwendiges und Wich-tiges mit jemand zu reden, so warte nicht bis er zu dir kommt.Weit geschwinder und vernünftiger gehst du zu ihm. Einhübscher Kirschbaum in dem Garten wäre eine schöne Sache.Das Plätzchen schickt sich dazu. Warte nicht bis er selberwächst, sondern setze einen. Ferner ein Abzugsgraben, einguter Weg durch das Dorf, wenigstens ein trockener Fußweg,ein Geländer am Wasser oder an einem schmalen Steg, da-mit die Kinder nicht hineinfallen, kommt viel geschwinderzustande, wenn man ihn macht, als wenn man ihn nichtmacht. Man sollte nicht glauben, daß es Leute gibt, denenein arabischer Prophet oder ein Kalenderschreiber so etwasmutz begreiflich machen.
Lumina Lummarum:
Schick dich in die Welt hinein, denn dein Kopf ist viel zu klein,daß die Welt sich schick in ihn hinein. (I. P. Hebel.)
43. Maria und Martha. ( 56 )
Auf seinen Wanderungen hielt Jesus eines Tages Einkehraus einem Landguts zu Bethanien, das dem mit ihm be-