41
49. Was ds Neu-Jahr zue dr seit. (66)
Wi o die Zyt so gleitig geit!
Chuum, daß dr zletzscht gneujahret heil,
Isch scho es gschlages Jahr vorby,
Chunnt scho es neus zur Huustür y.
Bschließ d'Tür — es fahrt dürs Schlüsselloch,Versteck di — lue, es sindt di doch;
U we de chlagsch: Warum o scho?
So seit's dr halt: „My Zyt isch cho!"
Wi o die Zyt so gleitig geit!ll na dr Zyt chunnt d'Ewigkeit —
Was hesch für d'Ewigkeit scho ta?
So fragt's di ärnst und luegt di a:
's het Angst, 's syg numme wenig no,
U bald scho chönnt dys Stündli cho;
Drum rüeft's dr zue: „O Mönschechind,
O tue, o tue no Oppis gschwind!"
Wi o die Zyt so gleitig geit!
„Säg nit, es syg kei Elägeheit.
I bringe dr, wie jedes Jahr,
O Arbeit gnueg, 's isch Wäger wahr.
Zuem Byspiel: i dym eigne Huus,
My Liebe du, wi gseht's da uus?
Luegt alles guet u suber dry?
Chönnt ächter ds Putze nötig sy?"
Wi o die Zyt so gleitig geil!
„Ob i dr Emeind alls ghörig steit!
Jsch's öppe niene fuul statt gsund?
U nienen eggig anstatt rund?
Het ächt dy Nachbar ds täglich Brot?
Weisch niene meh es Weh, e Not?
Und erst im liebe Vaterland?
Bruuchts niene meh dys Härz, dy Hand?"