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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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49. Was ds Neu-Jahr zue dr seit. (66)

Wi o die Zyt so gleitig geit!

Chuum, daß dr zletzscht gneujahret heil,

Isch scho es gschlages Jahr vorby,

Chunnt scho es neus zur Huustür y.

Bschließ d'Tür es fahrt dürs Schlüsselloch,Versteck di lue, es sindt di doch;

U we de chlagsch: Warum o scho?

So seit's dr halt:My Zyt isch cho!"

Wi o die Zyt so gleitig geit!ll na dr Zyt chunnt d'Ewigkeit

Was hesch für d'Ewigkeit scho ta?

So fragt's di ärnst und luegt di a:

's het Angst, 's syg numme wenig no,

U bald scho chönnt dys Stündli cho;

Drum rüeft's dr zue:O Mönschechind,

O tue, o tue no Oppis gschwind!"

Wi o die Zyt so gleitig geit!

Säg nit, es syg kei Elägeheit.

I bringe dr, wie jedes Jahr,

O Arbeit gnueg, 's isch Wäger wahr.

Zuem Byspiel: i dym eigne Huus,

My Liebe du, wi gseht's da uus?

Luegt alles guet u suber dry?

Chönnt ächter ds Putze nötig sy?"

Wi o die Zyt so gleitig geil!

Ob i dr Emeind alls ghörig steit!

Jsch's öppe niene fuul statt gsund?

U nienen eggig anstatt rund?

Het ächt dy Nachbar ds täglich Brot?

Weisch niene meh es Weh, e Not?

Und erst im liebe Vaterland?

Bruuchts niene meh dys Härz, dy Hand?"