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Wi o die Zyt so gleitig zeit!
„Säg nid, du wärisch scho bereit,
Doch sygisch schwach und sygisch arm —
E chlyses Füürli macht o warm,
U we de blasisch geng e chly,
Wird's zletscht es Füür zum Himmel sy.
Bis numen arm, es Härz hesch glych,
U hesch es rächts, so bisch de rych."
Wi o die Zyt so gleitig geit!
Das u no meh ds Neujahr dr seit;
Hab ds Ohr nid zue, es wär nid guet;
Nei, uf a ds Wärk mit frischem Muet!
Nid geng a di, dänk vil a d'ZytU das, was no drhinder lyt;
De, ma si no so gleitig ga,
Du bisch re notti geng vora! (E. Straher.)
Herr Gott , du bist unsere Zuflucht für und für. Ehe denn dieBerge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, warst du,Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit; der du die Menschen lässest sterbenund sprichst: Kommt wieder, ihr Menschenkinder! Denn tausend Jahresind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist und wie eine Nacht-wache. (Ps. 90, 2-4.)
Du aber bleibest, wie du bist und deine Jahre nehmen kein Ende.
(Ps. 102, 28.)
50. Das Gleichnis vom Säernann. (?o)
Es ging ein Säemann aus, zu säen. Und wie er säte, fieletliches auf den Weg; da kamen die Vogel und fraßen es auf.Etliches fiel auf das Steinige und da es nicht viel Erdehatte, ging es bald auf. Als aber die Sonne aufging, da ver-welkte es und da es nicht Wurzel hatte, wurde es dürre.Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen aufund erstickten es. Etliches fiel auf das gute Land und trugFrucht, hundertfältig, sechszigfältig, dreißigfältig.