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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe neidetnicht,

Die Liebe tut nicht groß, sie blähet sich nicht,

Sie stellt sich nicht ungeberdig,

Sie suchet nicht das Ihre,

Sie läßt sich nicht erbittern,

Sie denkt nicht gleich das Schlimmste,

Sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aberder Wahrheit;

Sie verträgt alles, sie glaubt alles, sie hoffet alles, sieduldet alles.

Die Liebe höret nimmer auf.

Weissagungen hören auf, Sprachen hören auf, Wissenhöret auf.

Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser Weissagen istStückwerk.

Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird dasStückwerk aufhören.

Da ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind und hattekindische Anschläge;

Da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war.

Jetzt sehen wir wie in einen Spiegel, wie in einem Rätsel-wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht.

Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen,wie ich erkannt bin.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;die Liebe aber ist die größte unter ihnen.

< 1 . Tor. 13.)

78. Das Gleichnis vom barmherzigenSamariter. (127)

Ein Gesetzesgelehrter fragte eines Tages Jesum: Meister,was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er abersprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben, wie liesest