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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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angebetet und ihr sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, woman anbeten soll." Da sagte Jesus :Weib, glaube mir,es kommt die Stunde und ist jetzt da, wo die wahrhaftigenAnbeter werden den Vater anbeten in Geist und Wahrheit.Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihnin Geist und Wahrheit anbeten."

108. Ich suche dich. ( 38 )

Ich suche dich, o Unerforschlicher!

Der du im Dunkeln wohnest und über Geisterwelten thronest;Unsichtbar streust du Segen aus; wo ist dein großes Vater-haus?

Unendlicher! wo find' ich dich?

Ich suche dich, o Unergründlicher!

In unermeßnen Fernen, da strahlt dein Thron; von jenenSternen

Umwehst du mich im Frühlingshauch, und duftest mir vomBlütenstrauch;

Du Herrlicher! wo find' ich dich?

Bist du ein Traum? o Unbegreiflicher!

Woher die Sternenheere, dies Blumenland, die Früchte,Meere?

Der Mensch, dein Bild, voll Geist, Verstand? Es sind dieWerke deiner Hand!

Allschaffender, du bist kein Traum!

(I. Hegner.)

Wer hat des Herrn Sinn erkannt? oder wer ist sein Ratgebergewesen? Wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde widerver-golten? Denn von ihm durch ihn, und zu ihm sind alle Dinge; sein istdie Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. (Röm. 11, 3336.)

109. Das Unglück. (45)

Mit düsterem Blick schreitet das Unglück her;

Sein Antlitz ist drohend, sein Blick ist schwer.

Auf allen Straßen, durch die es kam,

Sprießen wie Unkraut Leid und Gram.