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Lesebuch für den Religionsunterricht an den Gemeinde- und Bezirksschulen des Kantons Aargau / erstellt von Karl Schweizer
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Freundlich hast du mich zu dir gerufen,

Lieber Herr, doch sind noch viel der Stufen,

Die zum Himmel ich ersteigen mutz.

O so reiche deinem schwachen KnechteAus dem Himmel deine Gnadenrechte,

Unterstütze, leite meinen Futz!

Und recht hoffnungsvoll in deinen blauen,

Schönen, fernen Himmel latz mich schauen,

Wenn ich von der Wallfahrt müde bin;

Datz ich hier im tiefen Tal der Schmerzen,

Einen festen Frieden hab' im Herzen,

Einen klaren himmelsfrohen Sinn!

Ja, ich bin ein Fremdling hier auf Erden,

Mutz hier tragen mancherlei Beschwerden,

Bin ein Pilger, arm und unbekannt.

Und das Kreuz ist meiner Wallfahrt Zeichen,

Bis ich werd mein Kanaan erreichen,

Das ersehnte, liebe Vaterland. (Spitta.)

Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode. ja biszum Tode am Kreuz. (Phil. 2, 8.)

Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß das Weizenkorn in die Erdefalle und sterbe, so bleibt es allein; wo es aber stirbt, so bringt es vieleFrucht. <Ioh. 12, 24.)

133. Die Nachfolge Jesu. ( 109 )

Wie aber die Jünger sich verhalten sollten, das lehrte derMeister sie in mancherlei Bildern: Ihr seid das Salz derErde; wenn nun das Salz dumm wird, womit soll man essalzen? Es ist zu nichts hinfort nütze, als datz man es hin-ausschütte und lasse es die Leute zertretm. Ihr seid dasLicht der Welt. Man zündet nicht ein Licht an und stellt esunter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, so leuchtet esallen, die im Hause sind. Niemand kann zweiHerren dienen, denn entweder wird er den einen hassenund den andern lieben oder er wird einem anhangen und denandern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem