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größte (1.102) aus dem frühem bsibehalten, die drei übrigen aber(II und III mit den alten Inschriften) und
IV. mit dem Bibelspruch (Offenb. Jobs. XIV, 13) von den Ge-brüdern Rüetschi in Arau 1860 gegossen wurden (Pfr. Albrecht in K.).
Reitnau (Reitinowa 1045, Herrgott, Gen. dipl. II 117), aufeiner Anhöhe an der Luzerner Grenze gegen Winikon. KönigHeinrich III. nimmt 1045 das Frauenkloster S. Sebastian zuSchennis in Churwalen mit seinem Besitz, worunter die Kirche R.,in seinen Schutz (Herrgott 1. c.). Der Pfarrsatz verblieb alsdannbei dieser Stift, bis am 12. Dezember 1807 der Pfarrer SamuelEggenstein das Kollaturrecht und den Zehnten käuflich erwarb(Rep. d. Arg. Pfrpfrdn.) und 1850 an den Stand Argau abtrat(Müller, Arg. II 125). Am 10. Januar 1246 erteilte Papst Inno-zenz IV. auf Bitte der Gräfin von Kiburg dem Meister Ulrich,Rektor der Kirche von Reitnau und Geistlichen der Gräfin, Dispenszur Annahme einer weitern Pfründe (Acta pontif. helv. I n. 267).Der Dekan in R. beschwor 1275 ein Einkommen von 7 M. S. ausseiner Kirche und bezahlte davon dem Papste 1 /i M. S. 10 ß und6 Pfg. Zehntensteuer (Freib. D.-A. I 236). Am 28. August 1360und 13. September 1363 wurde die Kirche R. der Äbtißin unddem Konvent des Klosters Schennis im Bistum Chur unter Vor-behalt der Zehntenquart und anderer bischöflicher flechte inkor-poriert (Erzbisch. Archiv Freiburg).
Bauliches, Im Kirchturm befinden sich drei Glocken. Aufder kleinsten steht ohne Jahrzahl oben der Bibelspruch (Luc. I, 28) :f Ave maria gracia plena dominvs (tecvm). Die größte enthält denersten Vers des 23. Psalms in der Mitte der einen Seite : Deuspastor meus; auf der andern Seite steht der Name: Herr Job.Heinr. Steinegger d. Z. Pfarrer in Reitnau; oben: 1 662 goßmich Hans Füßli zu Zürich und Hans Georg Ri(ch)ner von Arau.Die Inschrift der mittleren lautet: oben :
„Ach daß nicht nur mein Ton das Volk zusammenbringe,„Vielmehr das göttlich Wort durch Herz und Ohren dringe,“Unten : Gegoßen in Zofingen von Herrn S. Sutermeisteranno 1 792. (Mittig, v. Hm. Pfr. Hauri in II.). Im Chor derKirche drei Scheibenpaare (Kleine Mitteilungen d. mittelschw.geogr. kom. Ges. in Arau II 23 ff.).