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>0,8?/». Fett wtd Zucker der beiden Milchartm.stnd in gleicher Formvorhanden. Ein großer Unterschied besteht aber sowohl in der Menge wiein der Form der Eiweißstoffe. Nach vielen übereinstimmenden Unter-suchungen enthält die Kuhmilch von diesen 3,4°/», wovon ungefährals Casein (Käsestoff) und */s als Albumin, eine in gelöstem Zustandebefindliche Eiweißart. Ueber den Eiweißgehalt der Frauenmilch gehen dieAngaben weit auseinander. Frühere Untersuchungen, die zum Teil auchheute noch aufrecht erhalten werden, ergaben 2,4 bis gegen 4 "/<>; in denletzten Jahren wurden mehrfach viel geringere, bis auf 1 °/o herunter-gehende Eiweißwerte gefunden. Der größte Teil des Eiweißes der Frauen-milch besteht, im Gegensatz zur Kuhmilch, aus dem gelösten Albumin, eingeringerer Teil arks Casein. Das gleiche Verhältnis besteht auch in Bezugauf den für die kindliche Knochenbildung so wichtigen Phosphorgehalt. DiePhosphorfleischsäure nämlich ist in der Kuhmilch nur */? so stark vertretenwie in der Frauenmilch, während der schwerer lösliche Phosphorgehalt derKuhmilch viel größer ist als der Gesamtgehalt der Frauenmilch an Phosphor.
Es scheint, daß diesem Mehrgehalt der Frauenmilch an löslichen Eiweiß- undPhosphorverbindungen ihre größere Zuträglichkeit für die Säuglingser-nährung zuzuschreiben ist.
Ob die Frauenmilch mehr oder weniger Eiweiß enthalte, ist allerdingseine wichtige Frage, auf die wir aber nicht näher eingehen können. Es istfür uns aus der erwähnten Verschiedenheit der Angaben praktischerweisenur der Schluß zu ziehen, daß wir in Bezug auf die Darreichung des Eiweiß-gehaltes in der künstlichen Nahrung besser tun, uns an die Erfahrungser-grbnisse von Nährmethoden zu halten, als an eine theoretische Berechnung.
Nicht nur in der Quantität, sondem auch in der Qualität unterscheidetsich überdies der Haupteiweißstoff der Kuhmilch, der Käsestoff, von dem derFrauenmilch. Dieser gerinnt im kindlichen Magen in ganz feinen Flocken;jener bildet darin große, ziemlich feste Klumpen, die den kindlichen Ver-dauungskräften mehr Widerstand entgegensetzen als die Gerinnsel derFrauenmilch. Man hat nun gefunden, daß bei Verdünnung der Kuhmilchmit Wasser der Käsestoff feinflockiger gerinnt. Diese Beobachtung hat dazugeführt, daß man als Hauptgrundsatz für die künstliche Ernährung dieBehauptung aufgestellt hat, die Kuhmilch sei nur dann dem Säugling ,
zuträglich, wenn sie stark durch Wasser verdünnt werde. >
Die meisten Vorschriften für Kinderernährung geben infolgedessen