2 Geschichte des Bündtnerlandes.
'—das Wort. Gemeine Drei Bünde/ sagte
1629 er/ hätten schon im verflossenen Herbftmo-nat Gesandte hiehev geschickt / nnd nurr noch-mals sie abgeordnet / die Erbeinigung / wel-che beiden Theilen so sehr Vortheilhaft, voreiniger Zeit aber, wegen verschiedenen Neue-rungen und Unruhen unterbrochen wordenwäre, zu erneuern. Der Hoflauzler Joh.Lintner antwortete: // es würden Kom-rnissarien ernannt werden/ die mit ihnenin Unterhandlungen treten sollten. // Diesewaren der Freiherr von Bemelberg/ derHoflanzler Joh. Lintner/Burglener/ Ferdi-nand Fugger / Maximilian Mohr und derSekretair Hambrecht.
Den folgenden Freitag hielten sie die er-ste Conferenz und stellten zuerst und vor allenDingen eine Protesta aus/ daß wann siesich nur in einem und dem andern/ abernicht in allen Artikeln vergleichen würden,so sollte die ganze Unterhandlung als vergeb-lich und ungültig angesehen werden, und kei-nem Theile irgend ein Nachtheil daraus er-wachsen können. Lintner sagte: /, die Erb-einigung ist in guter Absicht errichtet wor-den / allein sie bedarf ansetzt in einigen Stü-cken einer Erläuterung. // Er führete dar-> auf sehr viele von den begangenen Uebertre-tungen / wie er sie zu nennen beliebte / derer-jenigen, die es ganz und gar nicht thun soll-ten / indem er damit auf die Unterengadi-ner und Brettigauer zielete, an, und sagte,