Band 
[Zweite Forsetzung.]
Seite
452
JPEG-Download
 

4;r Geschichte des Bündnerlandes.

--die Priester sollten auch in Sachen die den

^657 Staat beträfen von niemand anders gerich-tet werden. Als der Mönch examinirt wurde,so konnte er die Sache nicht läugnen, ergestand aber, er sey betrunken gewesen undrechtfertigte den Pfarrer von Zitzer's. Erwurde deßwegen den i?ten Jenner in demBischöflichen Gefängniße auf dem Hofe ge-fangen gesetzet, blieb z Tage darinnen undwurde wiederum zur Bedienung seines Am-tes zugelassen.

Eidgenossen schreiben an denStand.

Da die Eidgenossen vergangenen Win-'termonat zu Baden einen Beitag gehaltenhatten, so schrieben sie daselbst zu Ausgangdieses Monats nicht allein an die Stands-Versammlung, sondern auch selbst an dieGemeinden, (wie sie im vergangenen MasMonat auch gethan hatten, welches abernicht auf die Gemeinden gekommen war,)und hielten um die Schleiffung der Rhein-schanZ an, da die übrigen Festungswerkerauch geschliffen waren und wollten die Ur-sachen dieses Zauderns wissen. Die Lünd-nerischen Regierungsräthe antworteten ih-nen und bathen: sie möchten geruhen zuMessn am MaUenflatter See (Ki-P 3 nu 8 ) mit denen Bündnern eine Zusam-menkunft zu halten wo sie ihnen die Ursa-chen des Berschubs mündlich auf das deut-