Zweiten Theils V Buch. 49 s
Beitag sey der Traktaten mit Spanien we--
gen ausgeschr ieben worden, sie möchten es deß- r 6 Z-wegen nicht ungülyrg aufnehmen, daß manihnen die Audienz versaget habe, sie wür-den aber ihren Gemeinden alles relatirenund innerhalb z Wochen eine Antwort ge-ben, wann sie alsdann angehöret zu wer-den wünschten. Nach s Wochen endlich,als die Spanier sich mit rhren Traktatenschon in Sicherheit zu seyn glaubten, schrie-ben die Häupter dem Königlichen Bothschaf-ter MeliM,: die grössere Anzahl der Ge-meinden habe beschlossen , wann er auf seineUnkosten einen Beitag auszuschreiben ver-lange, so wolle man ihm willfahren undihm ein geneigtes Gehör geben. Tasnedo,der den veltlinern sehr geneigt war, warsehr um sie besorgt, aber vorzüglich deßwe-gen , wie die Spanischen Minister selbst da-mals und hernach ihren Freunden ganz deut-lich zu verstehen gaben, d e Franzosen möch-ten den pabft und andere Katholische Für-sten hintergehen und an nichts weniger denken,als für die Sicherheit der katholischen ReligionSorge zu tragen ; denn sie wären überzeugtdaß, wann die Vündner nicht das velrlmund die Verwaltung der Iustitz erhalten soll-ten, die Franzosen Svenen das Volk undbesonders die Protestanten wegen der inBünden wiederhergestellten Freiheit von gan-zem Herzen zu gethan waren, keine Müheund Kosten sparen würden, die Sachen inneuer Unordnung zu bringen. Er trug da-