496 Geschichte des Bündnertandes.
—— her der Gtundsversammlung vor: wann
«6Z9 die Bündner zugeben wollten^ daß dieOelt-liner und Einwohner der beiden Grafschaf-ten sich der Rechte erfreuen könnten, dieProtestantische Religion ausgeschlossen zu se-hen, die Protestanten nur z Monat imJahre dort wohnen zu lassen, und die Ju-stitz selbst verwalten zu dürfen, (das warendiejenigen Rechte, welche in dem Monzo-nischen Traktate zugegeben wurden, alleinman nannte sie nicht öffentlich, weil sie de-nen Bündnern so sehr verhaßt waren undman denen Franzosen nicht das geringsteAnsehen gestatten wollte) so wollte der Kö-nig von Spanien denen Bündnern jährlich24000 Kronen bezahlen, die Bündner soll-ten als Oberherren von denen Oeltlinerndie Huldigung verlangen können, Vor-undAufseher, dieselben in Ordnung zu halten,wann es der Pässe oder anderer Angelegen-heiten wegen nöthig wäre, dahin schickenund aus den Zöllen, dem Jagdrechte undanderen Regalien jährlich noch ansehnlicheEinkünfte ziehen dürfen. Dieser Vorschlagwar denen Gemeinden bei Vorlegung derTraktaten Von Jnspruck und Alexandrienschon gemacht worden, allein jene Raths-dothen wiederriethen dieses selbst ganz undgar, indem dadurch alle Gewalt in den Un-terthanen Landen, wo man alsdann wederdas Recht über Leben und Tod, noch dasBegnadigungsrecht hätte, aufgehoben,würde,und kaum war eine und die andere Ge-meinde,