so8 Geschichte des Bündnerlandes.
-— einer ernannt werden, welche wann die üb-
rszs rigen nach Cleve zurück kommen würden,dort hin reisen und diesem Geschäfte beiwoh-nen sollten. Diese Verordnung wurde aufdie Gemeinden ausgeschrieben. Casnedoerklährte sich auch schriftlich: Jhro Ratho-lische Majestät würden es nicht verhindern,wann die-Bündner denen Venetianern zuihrer Vertheidigung den Paß gestatten woll-ten.
Beitag zu Davos.
Gulev und seine Parthei erschienen auchauf den den sten August nach Davos aus-geschriebenem Beitage und überreichten einevon i<> Personen unterschriebene Proteste.Sie sagten unter anderm: sie hielten eineimmerwährende Freundschaft mit denen be-nachbarten Fürsten als das heilsamste fürdas Vaterland, man müßte deswegen diesezu erhalten suchen, allein die geistliche undpolitische Freiheit des Vaterlandes und dieBündnisse mit anderen Verbündeten müß-ten ungekränkt bleiben und auch die verspro-chene Entschädigung wegen des veltlins ge-geben werden; sollte aber dieses nicht gesche-hen, so wollten sie wider alles gescheheneprotestiret haben und machten sich hiemitanheischig alles das was sie behauptet hätten,für einem unpartheiischen Gerichte zu bewei-sen. Man gab ihnen keine Antwort.
Die