Zweiten Theils V Luch. 565
schniäheten und lästerten die Evangelischen*—Prediger noch auf andere Art, ja sie sagten: *641da die Sachen der Katholiken so gut ständen,so hätten sie die Protestanten auf eure an-dere Weise begegnen können, allein sie hät-ten es nicht thun wollen. Sie gestattetendenen Gesandten auswärtiger Fürsten zurEhre, Ruhm und Ansehen der RepublikLündm den Aufenthalt und wollten alsodieselben beibehalten. In der Schrift wel-che sie übergaben, waren 2 Linien ausge-stricden und es wurde nachher bekannt, daßsie gedrohet hätten, sie wollten im Nothfalldie Hilfe fremder Fürsten anflehen. Alleindieses war auf Anrathen des päpstlichenNuntius, des Grafen Franz Casati (siehedie Ausländer sind bescheidener als unsereLandskeute) und des Landrichters ChristianFlorin eines Katholiken, aber friedliebendenMannes durchstrichen worden.
Gegenantwort der Protestanten.
Die Protestanten antworteten kurz,deutlich und bescheiden : man mäße es nichtder ganzen Geistlichkeit zuschreiben, wanneinige Glieder derselben die Gränzen ihresBerufs überschritten und sich in politischenSachen gemischet hätten, denn der Hoch-würdige Synodus habe dieselben bestraftund einige ausgeschlossen. Der vornehmsteunter diesen wäre der so berüchtigte GeorgIenatsch gewesen, den doch viele RömischN z Katholische