5 68 Geschichte des Bündnerlandes.
-— nigkeit unter den Bündnern selbst, welches
^641 Gott verhüten wolle, einführen? Es istgewiß, daß weit der. größere Theil derBündner der Protestantischen Religion zuge-than ist, und was hätten diese nicht in ver-schiedenen Jahren wider die Katholiken un-ternehmen können, wann sie übel und un-bundsgenößisch gestnnet gewesen wären»Allein das sey ferne. Wir lieben und um-armen euch als Buudsgenossen. Wir habenunter uns keine Aufstifter wie der Päbstliche.Nuntius Garegus und der Abt von Disen-tis Sebastian von ssaftelberg waren , der1620 schrieb , anjetzt sey es Zeit die Luthe-raner wie in einer Gicilianischen Vesperzu ermorden. Daß ihr die Kircbenfreiheitund Ummterwürffiqkeit eurer Geistlichkeitohne alle Ausnahme so sehr ausdähnet, da-rum scheinet ihr alle Katholische Fürsten zuübertreffend Diese lassen die Majestätsver-brechen und andere Schandthaten derGeistlichen gewiß nicht unbestraft. Imübrigen erwarten wir von euch Katholickeneine eathegorische, aufrichtige und unge-schminkte Antwort.
Beide Theile vergleichen sich.
Die Liebhaber des Friedens beider Re-ligionen brachten es dahin, daß man einsward von beiden Theilen 6 kluge Männerzu erwählen, welches auch geschahe. Diesehielten den loten Wintermonats eine Con-. ftrenz