Zweiten Theils V Buch. 577
Klagen des Verfassers«
Da ich mir nun anf gewisse Weise itiUnserem vorher durch beständige Unruhenerschütterten Staate glücklichere Zeiten ver-svrach und mir schmeichelte/ den Fadenmeiner Geschichte / da ich so wohl an derKolik als auch an der Wassersucht, die einsin der Familie meiner Mutter sehr gewöhn-liche Krankheit ist, danieder gelegen war,abschneiden zu können und nun in meinemso Jährigen Alter ein angenehmeres undruhigeres Leben zu führen: so ereigneten sichdrei Zufälle/ davon der erste, da er dieFreiheit/ den Vorzug und die Privilegiender Landschaft Davos, meines Mir so ange-nehmen und geliebten Vaterlandes, wo ichdas Bürgerrecht für mich, meinen Kindernund Nachkommen beständig aufrecht erhielt,anbetrifft / mich unschuldigen und Liebhaberdes gemeinen Friedens und der Freiheit, we-, gen des beständigen Kummers in Melan-! cholie stürzte und Meine Krankheit so ver^mehrte, daß mit den Schwachheiten desLeibes und der Seele auch meine Schreib-art matt wird und ich an Fleiß, Geschickeljchkeit und Kräften täglich abnehme.
Der andere Zufall war das Verlangen-er Republick Venedig ihr den Paß undDie Werbung zU gestatten und ein Buttdnißi zu errichten. Und der dritte endlich dieErhaltung des Ansehens und der Freiheitn.8drtsi O des