K 88 Geschichte des Bündnerlandes»
^— Venedig der Paß, wann sie ihn verlangen
1644 Mte, nicht würde abgeschlagen werden; die-ses sey blos geschehen uin die Hoheit unddas Ansehen der Bündncr zu erhalten.Hieronunus Lcwuz.za, dessen ich vorher auchm der Bündnergeschrchre gedacht habe,kam deßwegen den 2stniCm'lstniönat 164z oder4ten JeNmr 1644 nach Churunv überreichtedem Cvngreffe sein Beglaubigungsschreiben,darinnen auch der Stadt Zürich, wo erResident war Erwehnung geschiehet. DieRepublick Venedig gab ihr Verlangen nachMuhe und Friede darin» zu erkennen, ver-sicherte der Republick Bünden ihrer Ge-wogenheit und eröfnete ihr, -aß sie zurWiverherstellung der Ruhe des Bünvneri-schen Paffes für ihre Truppen bedürfte undberief sich auf den weiteren mündlichen Vor-lag des Cavazza der blos eben dieß wie-derhohlte. Dieß wurde auf die Gemeindenausgeschrieben, die Häupter und Räthe er-hielten Vollmacht mit den Cavazza in Un-terhandlungen zu treten und da ewige Ge-meinden ihr nicht nur den Paß gestalte-ten , sondern auch selbst ein Büudniß mitihr schliesset! wollten, so hielten sie mit demCavazza einige Conferenzen und kamen end-lich dahin überein: die Republick Venedig !sollte sich des Paffes ein ganz.-s Jahr langbedienen, täglich ivo Mann Infanterie und<O Mann Kavallerie, die wegen der Be-quemlichkeit der Nachtläger jederzeit eine Tag-reife Mit vvn einander abgesondert mar-
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