690 Geschichte des Düridnerlandes.
-Bündnerlandes zu vermehren. Andere ver-
/ 1644 äugten, die venetianer sollten sich um die-
ses Bündniß bewerben, und die von derMefterreichischen Parthei mehreten und woll-ten, man sollte die Freundschaft mit Ve-nedig unterhalten, aber für ansetzt das Bünd-niß unterlassen. Da der Frieden vor derThüre war, so betrieb CavaZZa dieses Ge-schäft gar nicht und wandte vor, man müsseeinige Artickel von isi? ganz und gar ab-schaffen und einige mehr einschränken. Ergestand seinen Freunden in vertrauten Ge-sprächen, Conrad Caftclberg, der RitterRudolf von Galis, Durft Enderlin, undandere hätten beständige Jahrgelder undDienste und nicht nur eine Kompagnie son-dern ein Regiment für sich verlangt und sicherklähret, wann dieses nicht geschehe, sowürde kein Bündniß geschlossen werden.Cavazza reißte Anfangs Aprils ganz un-vermuthet aus Bünden nach Zürich undviele tadelten hernach seinen Geitz und Karg-heit selbst in feiner Haushaltug ungemrin.
Religions Streitigkeiten.
Ich komme nun zu denen ReligionsStreitigkeiten wegen der seit 1620 von de-nen Römisch Katholischen in Besitz genom-menen Kirchen, Kirchen Einkünften, Thei-lung der Aemter und anderer davon abhml-gender Dinge, die schon seit einiger Zeit wa-ren gerüget worden und da ich vorher schon
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