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wollt! — Die Hände sagten: Warum sollen wir allein füreuch arbeiten? Schafset euch selbst Hände, wenn ihr welchegebraucht! — Der Mund brummte: Ich müßte wohl eingroßer Narr sein, wenn ich immer für den Magen Speise kauenwollte, damit er nach seiner Bequemlichkeit verdauen möge; schaffesich selbst einen Mund, wer einen nötig hat! — Die Augenfanden es ebenfalls sehr sonderbar, daß sie allein für den ganzenLeib beständig Wache halten und für ihn sehen sollten. Undso sprachen auch alle übrigen Glieder des Leibes, und eineskündigte dem andern den Dienst auf. Was geschah? — Dadie Füße nicht mehr gehen, die Hände nicht mehr arbeiten, derMund nicht mehr essen, i>ie Augen nicht mehr sehen wollten,so fing der ganze Körper in allen seinen Gliedern an zu welkenund nach unb nach abzusterben. Da sahen sie ein, daß sietöricht gehandelt hatten, und wurden einig, daß es künftignicht wieder so geschehen sollte. Es diente wieder ein Glieddem andern, und alle wurden wieder gesund und stark, wie sievorher gewesen waren.
15. Die sieben Kindlein.
Am frühen Morgen, als die Dämmerung aufging,erhob sich ein frommer Hausvater mit seinem Weibevon dem nächtlichen Lager, und sie dankten Gott fürden neuen Tag und für die Stärkung des Schlummers.Das Morgenrot aber strahlte in das Kämmerlein, undsieben Kindlein lagen in ihren Betten und schliefen.
Da sahen sie die Kindlein an nach der Reihe, unddie Mutter sprach: „Es sind ihrer sieben an der Zahl.Ach, es wird uns hart fallen, sie zu ernähren!“ Alsoseufzte die Mutter; denn es war eine Teurung in demLande.