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Der Vater aber lächelte und sprach: „Siehe, liegensie nicht und schlummern alle sieben und haben roteWangen allzumal! Und es fleusst auch von neuem dasMorgenrot über sie her, dass sie noch schöner erscheinenund wie sieben blühende Röslein; — Mutter, das zeiget unsja, dass er, der das Morgenrot schafft und den Schlafsendet, getreu ist und ohne Wandel.“
Und als sie nun aus dem Kämmerlein traten, dastanden an der Türe vierzehn Schuhe in einer Reihe,immer kleiner und kleiner, je zwei für ein jeglichesKindlein. Da sah die Mutter sie an, dass ihrer so vielewaren, und sie weinte.
Der Vater aber antwortete und sprach: „Mutter,w r as weinest du? Haben sie doch alle sieben die rundenund muntern Füsslein empfangen, wie sollen wir dennum die Hüllen uns ängstigen! Haben doch die KindleinVertrauen zu uns, wie sollten wir es denn nicht zu demhaben, der mehr vermag, als wir bitten und verstehen?Siehe, seine Sonne kommt! Wohlan, lass uns auch unsernTageslauf, wie sie, mit fröhlichem Antlitz beginnen!“Also redeten sie und wirkten, und Gott segnete ihreArbeit, dass sie genug hatten samt den Kindern. Dennder Glaube erhebet das Herz, und die Liebe gewähretStärke.
>(16. Das Lamm.
Zum Lamm spricht seine Mutter bang:„Kind, geh’ nicht an den Felsenhang!“Das Lamm denkt aber still für sich:„Wie ist die Mutter wunderlich!
Die schönsten Blumen stehn ja dort;die hol’ ich mir nun eben fort.“ —Doch wie es drauf die Blumen pflücktund in den tiefen Abgrund blickt,erschrickt es, gleitet von dem Rand