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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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Darauf beteten die Kinder das schöne Samstagsgebet,welches die Mutter sie gelehrt hatte. Life aber schluchzte wäh-rend des Gebetes; denn sie bereute ihren Fehler. Das freutedie Mutter im Herzen; aber sie verschwieg es, segnete dieKinder und empfahl sie und ihre guten Vorsähe dem liebenGott.

f 23. Zur Schule.

Ist es morgens gegen acht, spring ich hurtig auf vorn Stuhle;alles wird zurecht gemacht, was ich brauche in der Schule.Yon dem Nagel kommt die Kappe, umgehängt wird schnelldie Mappe,

eingepackt nun Buch und Schrift, Tafel, Federrohr und Stift.Nicht vergess ich aber auch das, was ich besonders brauch.Nummer eins: zwei frische Augen, die zum Schaun undMerken taugen;

Nummer zwei: zwei feine Ohren, dass mir nichts kann gehnverloren;

Drittens: einen lauten Mund, der da spricht aus Herzensgrund,aber auch nichts eher sagt, bis der Lehrer hat gefragt;und was noch das beste heisst: muntres Herz und muntrenGeist.

Nun, wohlan, ich will schon heut lernen, dass es eine Freud ,dass es eine Lust soll sein, bis der Abend bricht herein,dass ich auch, wenn ich bin brav, spielen kann und ruhig schlaf.

v 24 v Versuchung.

1. Gar emsig bei den Büchern ein Knabe sitzt im Kämmerlein;da lacht herein durchs Fenster der lustge blanke Sonnen-schein

und spricht:Lieb Kind, du sitzest hier? Komm dochheraus und spiel mit mir!

Den Knaben stört es nicht; zum Sonnenschein er spricht:Erst lass mich fertig sein!