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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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Horch, da tönte $art und leiseaus dem nahen Waldeiner ältern sanfte Weise,und die junge schwieg alsbald.

0Warum schweigst du?" fragte jene,

und die junge sprach:

Schöner klingen deine Töne;noch ist meine Kraft zu schwach;darum horch' ich deinen Lehren,spreche selber nicht!"

Möchten alle Kinder hören,was das weise Alter spricht!

34 Dankbarkeit.

Es war einmal ein armer Knabe im Wallis . Er hießMatthäus Schinner und zeigte schon in früher Jugendviel Verstand und eine große Begierde, recht viel zu lemen.

Aber seine Eltern waren sehr arin. Darum konnten sie ihnnicht nach Bern in die Schule schicken. Nun lebte in Bern eine alte Frau in einem niedern Hause, und diese sprach zu des ? '' iMatthäus Eltern:Ich bin zwar auch nicht reich; aber ich habedoch so viel, daß ich den kleinen Matthäus ernähren und kleidenkann. Lasset ihn zu mir ziehen, daß er die Schule besuchen mag!"

Die Eltern gaben es zu; Matthäus zog zu ihr, besuchteunter Tags die Schule und sang am Morgen und Abend vorden Häusern der Reichen, welche ihm dann eine Gabe reichten.

So wuchs Matthäus heran und wurde ein sehr geschickterJüngling, der viel in den Schulen erlernt hatte. Um abernoch mehr zu lernen, mußte er nach Italien an höhere Schulengehen. Er nahm weinend Abschied von der guten Frau, dankteihr für alle Wohltaten und versprach ihr, dieselben zu vergelten,

I wenn er es einmal imstande sein werde.