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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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35
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Stolz, seine unförmlichen Füsse, seine hässliche Stimme,sind sie nicht unerträglich?Auf alles dieses, ant-wortete die gute Taube,hatte ich keine Zeit zu sehen;denn ich hatte genug an der Schönheit seines Kopfes,an den herrlichen Farben seiner Federn und an seinemmajestätischen Schweife zu bewundern.

41. Die Kröte und das Johanniswürmchen.

1. Ein Johanniswürmchen sass,seines Demantscheinsunhewusst, im weichen Graseines Eichenhains.

2. Leise schlich aus faulem Moossich ein Ungetüm,

eine Kröte hin und schossall ihr Gift nach ihm.

3.Ach, was hab ich dir getan?rief der AYurm ihr zu.

Ei, fuhr ihn das Untier an,

warum glänzest du?

42. Der Löwe nnd die Maus.

Ein Löwe lag in seiner Höhle und schlief. DieSchnauze hatte er auf seine Tatze gelegt. Auf einmalkrabbelt ihm was auf der Nase; das juckte so, dass erhalb im Schlafe mit der Tatze über die Nase strich,und siehe, er hatte ein Mäuslein gefangen. Das Mäusleinschrie und flehte: ,,Erbarmen, Herr Löwe! Hätte ichgewusst, dass da euere grossmächtige Nase läge, ichwäre wahrhaftig eine Meile davon weggelaufen; lasstmich los! Verschluckt ihr mich, was frommt das eueremgewaltigen Magen? Ihr merkt so wenig, als ob maneinem Kamele einen einzigen Tropfen Wasser zu saufengäbe oder ein Sandkorn in den Brunnen würfe. Lasst