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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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so daß er seine Hand nicht leicht hindurchstrecken konnte. Nundrückte er zwar so lange, bis er die Hand hindurchgezwängthatte; als er sie aber drinnen und die armen Vögelchen gefaßthatte, konnte er die Hand nicht wieder herausziehen. Er mochteziehen und zerren, wie er wollte, es half ihm nichts; die Handsteckte fest. Zuletzt tat es ihm wehe, und er fürchtete, die Handwerde nicht wieder herausgehen. Da fing er erbärmlich an zuschreien, so daß die Leute herbeigelaufen kamen. Die halfen ihmzwar endlich nach vieler Mühe aus dem Loche heraus; aber sieschalten ihn auch, daß er die armen Rotschwänzchen habe stören undquälen wollen, und sagten es seinem Vater. Der strafte ihn hart.

50. Die Lilie auf dem Aelde.

1. Du schöne Lilie auf dem Feld, wer hat in solcher Prachtdich vor die Augen mir gestellt, wer dich so schön gemacht?

2. Wie trägst du solch ein weißes Kleid, mit goldnem Staub besät,daß Salomonis Herrlichkeit vor deiner nicht besteht!

3. Gott hob dich aus der Erde Grund, hat liebend auf dich acht;er sendet dir in stiller Stund' ein Eng'lein bei der Nacht.

4. Das wäscht dein Kleid mit Tau so rein und trocknet's

in dem Wind

und bleicht es in dem Sonnenschein und schmückt seinBlumenkind.

5. Du schöne Lilie auf dem Feld, in aller deiner Prachtbist du zum Vorbild mir gestellt, zum Lehrer mir gemacht.

6. Du schöue Lilie auf dem Feld, du kennst den rechten Brauch;du denkst, der hohe Herr der Welt versorgt sein Blümlein auch.

51. Einkehr.

1. Bei einem Wirte wundermild,da war ich jüngst zu Gaste.

Ein goldner Apfel war sei» Schildan einem langen Aste.