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4. Und der Engel fliegt vom Himmel, rühret mit dem Fingerbloß an die Wolke, — und es regnet. Körnlein trinktund bald wird's groß.
5. Dehnt und streckt sich bald nach oben, bald nach untenweiter aus; oben will ein Stielchen werden, unten Wür-zelchen gar kraus.
6. Also wächst es langsam weiter im verborgnen Kämmer-lein, daß sich's fast hervor kann wagen an die Luft imSonnenschein.
7. Ungeduldig wird es nimmer in der stillen Einsamkeit; wieein gutes Kind erwartet auch das Pflänzchen seine Zeit.
8. Endlich kommt's herauf. Wie freut sich's auf der schönenFrühlingsau! Wäscht sich ab geschwind die Erde reinmit kühlem Morgentau.
9. Und ihr freuet euch und rufet: „O, das Blümlein zartund fein!" Und nicht lang, so könnt ihr sehen ihm insfrische Äugelein.
10. Wie die Blümlein, so die Kinder, wenn sie gut gewordensind; dann erschallt aus jedem Munde: O, das wohl-gerat'ne Kind!
49. Der Tierquäker.
Schon waren die jungen Rotschwänzchen herangewachsenund beinahe flügge geworden, als der böse Peter die Alten ausder Ritze der Mauer herausfliegen und bald wieder mit demFutter hineinfliegen sah. „Aha," dachte er, „da ist ein Vogel-nest ; dahin muß ich einmal klettern und nachsehen, was in deniReste ist." Und sogleich kletterte er an der Mauer hinauf undkam bis an die Ritze, worin das Restchen stand, und da hörteer die Jungen zwitschern und sah sie die Schnäbel aufsperren,weil sie meinten, ihre Mutter käme. Der böse Peter aber wolltesie aus dem Reste herausreißen und wollte mit ihnen sein Spieltreiben, bis sie tot wären. Es ging aber nicht so, wie er dachte.Das Loch, wo die Böglein ein- und ausflogen, war sehr eng,