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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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gehabt. Allein er war zu bescheiden, darum zu bitten. Demreichen Ferdinand fiel es wohl ein, er sollte dem armen Knabenetwas übrig lassen. Er hörte aber nicht aus die gute Stimmeseines Herzens und begierig fort. Als er nun die Milchbereits aufgezehrt hatte, erblickte er auf dem Boden der Schüsselein Vcrschen. Er las es und errötete. Da ließ er sogleichdie Schüssel noch einmal füllen und ein großes Stück Brotdazu geben. Dann rief er den armen Friedrich freundlich her-bei, brockte ihm das Brot selbst ein und sprach ihm liebreichzu, es sich wohl schmecken zu lassen.

Den Spruch, meinte Ferdinand, sollte man in alle Schüsselnder Leute schreiben, die da reich sind und mehr haben, alssie bedürfen. Er lautet so:

Der du des Armen kannst vergessen,

Verdienest nicht, dich satt zn essen."

53. Das gerettete Blümchen.

1. Ich ging im Walde so für mich hin,

und nichts zu suchen, das war mein Sinn.

2. Im Schatten sah ich ein Blümlein stehn,wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.

3. Ich wollt es brechen, da sagt es fein:

Soll ich zum Welken gebrochen sein?

4. Ich grubs mit allen den Wurzeln aus;zum Garten* trug iclis an unserm Haus.

5. Und pflegt es wieder an stillem Ort.

Nun zweigt es wieder und grünet fort.

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54. Der Wolf.

Hans hütete nicht weit von einem grossen Waldedie Schafe. Eines Tages schrie er, um sich einen Spass