zu machen, aus allen Kräften: ,,Der Wolf kommt! DerWolf kommt!“
Die Bauern kamen sogleich mit Äxten und Prügelnin Scharen aus dem nahen Dorfe gelaufen und wolltenden Wolf totschlagen. Da sie jedoch nichts von einemWolfe sahen, gingen sie wieder heim, und Hans lachtesie heimlich aus.
Am andern Tage schrie Hans wieder: „Der Wolf!Der Wolf!“ Die Bauern kamen wieder heraus, wiewohlnicht mehr so zahlreich, als gestern. Da sie aber keineSpur von einem Wolfe erblickten, schüttelten sie dieKöpfe und gingen voll Verdruss nach Hause.
Am dritten Tage kam der Wolf wirklich. Hans schrieganz erbärmlich: ,,Zu Hilfe! Zu Hilfe! Der Wolf! DerWolf!“ Allein diesmal kam ihm kein einziger Bauer zuHilfe.
Der Wolf brach in die Herde ein, erwürgte mehrereSchafe und darunter das artigste Lämmchen, das demKnaben selbst gehörte, und das er ungemein lieb hatte.Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,und wenn er auch die Wahrheit spricht.
55. Der Fleiss der Tiere.
Wie emsig im Grund sich die Ameise regt,und Körnchen bei Körnchen zum Vorräte trägt!
Sie schafft in dem Sommer, damit es ihr nichtim Froste des Winters am Brote gebricht.
Dort sammelt die Biene mit fleissigem Sinnvon Blume zu Blume den süssen Gewinn.
Das wirtliche Völkchen fliegt ein und fliegt ausund füllet mit Honig das zierliche Haus.
Geh’, siehe das kleine, das fleissige Tier,du müssiger Fauler, und lerne von ihr!
Geh’, sammle wie Bienen, noch weilet die Zeit;bald sind mit Gestöber die Fluren beschneit.
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