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O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön! / von J.H. Thalmann, Frauenfeld
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Arbo» zählt zur Zeit ca. 4000 Einwohner, woruntermehr als 1000 Ausländer, meist deutscher und österreichischerNationalität.

Zur Landvogtzcit diente das geräumige Schloß, 1510neu erbaut von Bischof Hugo von Landenberg, als Wohnungdes Landvogtes und es sind die Wappenschilder der Landen-bergcr noch jetzt im ehemalige» Rittcrsaale zu sehen. Diegeräumige Kirche wurde in den Jahren I7UU/U0 neu er-baut, zum größten Teil wenigstens; alt davon ist blos dasgothische Chor. In den letzte» Jahren wurde die Kirche reno-viert, eine neue Empore mit prächtiger Orgel erstellt und kürz-lich erhielt sie bei Anlaß der Turmbaute auch eine sehr schöneneue Bestuhlung und Heiznngsanlage. Die Kirche dientbeiden Konfessionen und hat ohne die Empore ca. 7.50 Sitzplätze.

Sehr alt ist die neben der Kirche stehende Kapelle desheil. (Hallus. Im Zentrum der Stadt befindet sich eineandere ebenfalls sehr alte Kirche, die aber längst nicht mehrzu gottesdienstlichen Zwecken verwendet wird.

Aus der Bauart der innern Stadtteile Arbous gehtihr Alter und ihr römischer Ursprung deutlich hervor. Dochist jetzt sicher festgestellt, daß die Römer nicht die erstenBewohner der Landzunge waren, den» im Jahre I8U5 wurdebei Anlaß der Ausgrabungen für die Wasserleitung an derStraße nach Berg eine größere Psahlbauniederlassung ent-deckt. Die vorgefundenen Waffen und Gegenstände gehörenalle der ersten Steinzeit an und weisen anf eine keltischeBevölkerung hin und sind im Sekundarschulhause gesammelt.Die Römer hatten ihre Niederlassung mehr auf der höher»Landzunge angelegt und rings um ein festes Kastell, amSee, erbauten sie Türme und Wachthäuser und legten aucheine gepflasterte Straße in der Richtung nach Rorschach an, deren Ueberreste bei klarem Wasser jetzt noch deutlichsichtbar sind. Der Standort des Kastells konnte bis jetzt