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O Thurgau, du Heimat, wie bist du so schön! / von J.H. Thalmann, Frauenfeld
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Verkehr mit Deutschland und Österreich-Ungarn früher niedagewesene Dimensionen angenommen hat und das;inzwischen die Trajektiernng beladener Güterwagen überden See eingeführt worden ist.

Von dem alten Fischerdorf ist heute fast gar nichtsmehr vorhanden, denn in den Jahren 184!) und 1850wurde in fünf kurz aufeinanderfolgenden Feuersbrünstenfast das ganze Dorf zerstört. Schöner und zweckmäßigerangelegt entstand es zwar wieder aus der Asche, docherst als die Nordostbahn erbaut und infolgedessen einnicht unbedeutender Frnchthandel allda etabliert wurde,nahm die Baulust einen großartigen Aufschwung. Diefabelhaft hohen Mietzinse nötigten zum Ban neuer Häuserund eine fast fieberhafte Spekulation machte sich diesenUmstand zu nutzen. In wenigen Jahren wurde aus demvorher unbedeutenden Ort ein großer, stattlicher Flecken,der bei der letzten Volkszählung 3805 Einwohner auswies.

Das neue Romanshorn hat teilweise städtische Bau-art. Schöne breite Straßen durchkreuzen dasselbe, eleganteWarenauslagen der Handelsleute geben denselben einflottes Aussehen. Vor vielen Häusern sind kleine Blumen-gärtchen angelegt, welcher Umstand nicht wenig zur Ver-schönerung der Gassen beitrügt. Die mitten durch den Ortführende Alleestraße erhielt Trottoire und zwei ReihenZierbüume.

Daß die schönsten Gebäude in der Nähe des Bahn-hofs und Hafens stehen, ist leicht begreiflich, da sich da derFremdenverkehr konzentriert. So z. B. die eleganten Gast-höfe: Hotel Bodan, Hotel Falken und Hotel Jäger, dasBank-, Post- und Telegraphengebände, das TöchterinstitutZollikofer und andere mehr. Von den Bahnhofgebäudcnselbst ist das einen Flüchenranm von 1200 Quadratmeterneinnehmende neue Lagerhaus das weitaus bedeutendste.