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, immer eine große Zahl Fremder sich hier aufhält. So
wenig Romanshorn für Verschönerung seines Gottes-hauses thut, so hervorragendes leistet dasselbe im Schul-wesen. Zwei große, schone Schnlpaläste, von denen derl neue aufs beste eingerichtet ist, geben hiefür Zeugnis,
i Primär- und Sekundärschule werden sorgfältig gepflegt.
Die Lage von Romanshorn ist derjenigen Arbonsähnlich. Auch Romanshorn liegt, wenigstens teilweise,i auf einer in den See vorgeschobenen Landzunge. Diesem
Umstand verdankt es auch seine günstige Hafenanlage.Zwar liegt nur ein kleiner Teil auf dieser Landzunge —Schloß, Kirche mit dem Schloßbcrg und den am Fuß desletzteren stehenden Häusern — der Großteil liegt dagegen, aus einer vom See aus gegen Westen aufsteigenden Halde.
Der Name bezeichnet schon seine Lage. „Horn" bedeutet^ so viel wie Landzunge, einen ins Wasser vorragenden
^ Landteil. Der Name Roinanshorn besagt jedoch nicht,
daß die Römer hier ebenfalls eine Niederlassung errichtethatten, obschon etwelche Wahrscheinlichkeit vorhanden ist,daß der alte Kirchturm vielleicht doch schon zur Zeit der-selben als Luginsland erbaut worden ist. In alten Zeitenhieß der Ort Rnmanishorn und es mag dieser Namedaher kommen, daß ein Ruman, oder Roman, einst dieseLandzunge zum Eigentum hatte. Der Name Romanshorn kommt indessen schon im 8. Jahrhundert in der Chronikvor und schon damals bestand hier unter diesem Namenein geordnetes Gemeinwesen mit eigener Äirche. Anno^ 779 kam der Ort mit allem, was dazu gehörte, als Ge-
schenk an das Kloster St. Gallen und blieb diesem dienst-bar und tributpflichtig bis 1798, also volle elf Jahr-hunderte lang. Im Schloß wohnende Vögte des Klosters
> übten die Gerichtsbarkeit aus. Während dieser langen
> Zeit brachte es der Ort nicht weiter als bis znm armen