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dagegen, daß auch dieses System den Wanderarmen nichtaus seinem ungeordneten und Versuchungsreichen Wander-leben herauszuheben vermag. Das versucht, und erreichtauch in zahlreichen Fällen, erst das dritte Mittel: DieArbeiterkolonie. Sie ist das Ziel, auf das meineAusführungen es absehen.
Die Arbeiterkolonie.
Den Weg des Gedankens, der den jetzigen Arbeiter-kolonien zu Grunde liegt, hat schon Baron von Kott-witz mit der Gründung seiner „Freiwilligen Beschäf-tigungsanstalt" in Berlin im Jahre 1808 betreten. Dereigentliche Stifter der Arbeiterkolonien ist indessen Pastorvon Bodelschwingh. Er hat im Jahre 1882 in derSenne bei Bielefeld , einer unfruchtbaren Heide, die erstedieser Kolonien, Wilhelmsdorf, eröffnet. Seiner un-ermüdlichen Tätigkeit ist es zu verdanken, daß der genialeGedanke auch anderswo einschlug und zu Taten trieb.Innert 10 Jahren wurden in Deutschland 26 Arbeiter-kolonien gegründet. Jetzt gibt es dort bereits 82; vierderselben stehen unter katholischer Leitung. Es hat sichein Zentralverband deutscher Arbeiterkolonien gebildet.Sein Organ ist der in Bielefeld erscheinende „Wanderer".Die deutschen Arbeiterkolonien verfügen insgesamt über4000 Plätze und es mögen bis jetzt über 150,000 Arbeits-lose in ihnen Aufnahme und Obdach gefunden haben. Einpaar ähnliche Anstalten für Frauen sind ihnen zur Seitegetreten. In Oesterreich, Holland, Belgien, Dänemark ,