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Entgegnung und Rückweisung : an die Bürger der evang. Kirchgemeinde Ermatingen / Dr. D. Naegeli, Seb. Kreis, Posth.
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am kantonalen Schauturnfest in Ermatingen zn Teil geworden,anch eine Art Friedensstörung?

Wenn ich in jenem Momente, wo mit Hochdruck derSchulgemcinde Ermatingen ein großartiger undkostspieliger Schulhausbau vorgeschlagen wurde,entschieden Stellung dagegen nahm und es mit vielen An-strengungen dazu brachte, daß das abgelegene Fruthweilennun ein eigenes schönes Schulhaus besitzt undErmatingen ohne Ueberfüllung mit 3 Schulen fort-kommen kann, so dürfte ich damit wohl kaum alsFriedens-störer" zum Nachteil beider Gemeinden gehandelt haben

War das Friedensstörung, wenn ich nach jahrelangerkirchlicher Indifferenz in unserer Gemeinde, offeneFreude bekundete an dem sichtlichen Erfolg des be-geisterten, liebevollen Pfarrvikars Stahel, der dieschöne Kirche sonntäglich bis auf die letzten Plätze füllte undfür den in der ersten Eingabe an die Kirchcnvorsteherschaft zuHanden des Kirchenrates ja auch die Herren Läubli-Nater,Kantonsrat Debrunner, Schcllenbcrg, Fehr-Häberlin, Ammann-Thomann, Gcmeinderat Blattncr, Oberb Blattncr, Joh. Oesund Alb. Kreis untcrschriftlich einstanden?

Und war das Friedensstörung, wenn ich, nachdem dielegale Kirchenbehörde, ohne dasi sie je vorher ihrenStandpunkt in der Pfarrgeschichte in gründlichemVotnm der Gemeinde eröffnet hätte, die Flinte insKorn warf, mich von derselben erbitten ließ, dieschwierige, von nahezu OOOBürgern be>uchtcGemeinde-versammlung vom 13. Dez. 1903 zu leiten und esdahin brachte, °daß dieselbe nach so schwerem Schlagezur Ehre der Gemeinde ruhig und würdevoll und in denBeschlüssen einstimmig verlief?

Kurzum die Antwort auf diese und eventuell noch weitemFragen überlasse ich ruhig unserer wackern Bürgerschaft,die gottlob noch Recht und Unrecht zu unterscheiden vermag!