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Viehhaltung und Viehzucht im Kanton Thurgau seit 1803 : ein Beitrag zur Geschichte und Statistik der thurg. Landwirtschaft / von A. Mühlebach
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stier haben wollten; einzelne Gemeinden hatten denStier überbrauchen müssen, andere können ihn mit derkleinen Kuhzahl nicht ausnützen. Die Kreise sindoft za klein. Diesen Übelstaud erkannte man schonlang; schon Bornhauser sagt in den 60er Jahren, dieZusammenlegung kleiner Kreise sei eine dringendeNotwendigkeit; er empfiehlt in jedem Kreise einenbessern und einen geringem Stier zu halten.

Wenn die Zuclitsticrhaltiing gegenwärtig im all-gemeinen besser geworden ist, so ist dies zum Teilden Zuehtgenossenschafron zuzuschreiben.

Die Aufzucht.

Dass Vor hundert Jahren die Aufzuchtsverhältnissetcanz missliche waren, wurde bereits an früherer Stellegesagt (s. Seite 28); es wurde luenig und schlechtaufgezogen. Im Jahre 1859 schildert uns Bezirks-richter Oettli in einem Bericht an das thurgauischeLandwirtschaftsdeparteinent die Aufzuchtsmethodefolgcndcrmassen:Die, Kälber werden zu spärlichgenährt, sie erhalten schon in den ersten Wochenabgerahmte Milch, in 4 6 Wochen nur mehr Wasser

und Mehl und in 910 Wochen einzig noch Grasoder Heu. Derselbe Berichterstatter hält die damalslandläufige Ansicht, die Milch verwerte sich zu andernZwecken besser, für unrichtig und er schlägt vor, denKälbern mehr Milch und mindestens bis zum viertenMonate Kraftfutter zu geben. Die ohnehin knappe Er-nährung der Kälber wurde infolge der Ausdehnung derKäsereien eher schlimmer; man wollteMilch schütten 11 !Von Weidegelegenheit oder Bewegung für die Tierewar natürlich keine Bede; es scheint sich dieser Sacheanfänglich niemand besonders angenommen zu haben.