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Viehhaltung und Viehzucht im Kanton Thurgau seit 1803 : ein Beitrag zur Geschichte und Statistik der thurg. Landwirtschaft / von A. Mühlebach
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zeichne. a Alle 5 dazumal ausgestellten Schweinewaren englischer Abkunft; die Tiere mussten selbst-gezüchtet sein. Charakteristisch für jene Zeit ist, dassneben den 5 Schweinen 19 Schafe aufgeführt wurden.Im landwirtschaftlichen Kantonalverein sind damals nachdem vorgenannten Bericht bereits 10 'Vorträge überSchweinezucht gehalten worden; der Verein hatte sichzum Ziel gesetzt, die englischen oder V orfolker Schweineim Kanton heimisch zu machen, was ihm durch einenzweimaligen Transport von Genf her so gelang, dassdiese Rasse bereits im ganzen Kanton und darüberhinaus verbreitet und begehrt war. 1849 setzteder Grosse Rat für Prämiierung der Schweine 150 h.(ca. Fr. 325) aus; es sollen nur Tiere mit schnellemWachstum und grosser Fruchtbarkeit prämiiert werden.

Am landwirtschaftlichen Fest in AVeinfelden 18o8umfasste die Auffuhr 23 Schweine, und zwar: 15 eng-lische, 2 Schwyzer, 5 Landrasse und 1 Appenzeller.Das Viehzuchtsgesetz von 1858 erhöhte die jährlichePrämiensumme für Schweine auf Fr. 500, welcherBetrag aber anfangs der 00er Jahre regelmässig ziem-lich überschritten wurde. Die Qualität der Schweinewar unter dieser löblichen Fürsorge des Staates undder Vereine eine gute geworden, was durch die Ex-pertenberichte und die Überschreitung der Prämien-summe bestätigt wird.

Die fortgesetzte Einfuhr englischen Blutes er-zeugte hier wie übrigens ja aucli anderwärtsaber bald eine Reaktion. Denn schon im Jahre 1803rügt ein Landwirt, dass bei den Schauen die englischenSchweine vorgezogen werden; er hält zwar dieBastarde(Kreuzung vom englischen und Landschwein) für guteMasttiere, möchte jedoch zur Zucht mehr Lnndschwein-blut.