ihn, er möchte noch ferner bei ihm bleiben, und ehrte ihnhoch vor seinen Verleumdern; diese aber trieb er von seinemHofe weg.
12. Die Schwalverr.
1. Mutter, Mutter! unsre Schwalben —sieh' doch selber, Mutter, sieh'!
Junge haben sie bekommen,und die Alten füttern sie.
2. Als die lieben, kleinen Schwalben wundervoll ihr Nest gebaut,hab' ich stundenlang am Fenster heimlich ihnen zugeschaut.
3. Und nachdem sie eingerichtet und bewohnt das kleine Haus,schauten sie niit klugen Augen ganz verständig nach mir aus.
4. Ja, es schien, sie hätten gerne manches zwitschernd mir erzählt,und es habe sie betrübet, was zur Rede noch gefehlt.
5. Eins ums andre, wie ein Kleinod, hielten sie ihr Haus
Sieh' doch, wie die kleinen Köpfchen streckt hervor die jungeBrüt.
6. Und die Alten, eins ums andre, bringen ihnen Nahrung dar;o, wie köstlich ist zu schauen so ein liebes Schwalbenpaar!
7. Mutter, weißt du noch, wie neulich krank im Bett ich lag und litt?Pflegtest mich so süß, und abends brachte Vater mir was mit.
13. Die goldene Dose.
Ein Oberst zeigte den Ofsizieren, die bei ihm speisten, beiTische eine neue, sehr schöne goldene Dose. Nach einer Weilewollte er eine Prise Tabak nehinen, suchte in allen Taschen undsagte bestürzt: „Wo ist meine Dose? Sehen Sie doch einmalnach, meine Herreir, ob nicht etwa einer sie in Gedanken ein-gesteckt habe."
Alle standen sogleich auf und wendeten die Taschen um,ohne daß die Dose zum Vorschein kam. Nur der Fähnrich blieb