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geholfen hat. Nun, Kinder, so danket denn alle Gott,seid fröhlich und vergesset in euerem Leben nicht denschönen Spruch:
Vertrau’ auf Gott und lass ihn walten;er wird dich wunderbar erhalten.“
11. Die Kirtenflöte.
Ein König hatte einen Schatzmeister. Neidische Hofleuteverklagten ihn bei dem Könige, daß er die Schätze des Reichesveruntreue, und daß er die geraubten Gelder und Kostbarkeitenin einem verborgenen Gewölbe aufbewahre, das mit einer eisernenTüre verschlossen sei.
Der König begab sich in den Palast des Schatzmeisters;er ließ sich die Türe zeigen und befahl, sie zu öffnen. Aberwie erstaunte er, als er hineintrat! Er sah nichts, als vierleere Wände, einen ländlichen Tisch und einen Strohsessel.Auf dem Tische lag eine Hirtenflöte nebst einem Hirtenstabeund einer Hirtentasche. Durch das Fenster sah man auf grüneWeiden und waldige Berge. Der König fragte den Schatz-meister: „Wozu benützest du dieses Gemach?"
Der Schatzmeister aber sprach: „In meiner Jugend hüteteich die Schafe. Du, o König, zogst mich an deinen Hof. Hierin diesem Gewölbe bringe ich täglich eine Stunde zu, erinneremich mit Freuden meines vorigen Standes und wiederhole dieLieder, die ich ehemals bei meinen Schafen zum Lobe des Schöpfersgesungen habe. Ach, damals war ich auf meinen väterlichenFluren bei all' meiner Armut glücklicher, als in diesem Palastebei allem Reichtume, womit die Gnade meines Königs michüberhäuft hat. O, laß mich in meinen früheren Stand zurück-kehren!" Da drückte ihn der König an sein Herz und bat