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viel guten Dünger. Darum erntete Kleinjogg ab demgleichen Lande bald zwei- bis dreimal so viel als früher.Statt 10 Stück Vieh konnten die Gebrüder Gujer nun30 und mehr halten. Dadurch bekamen sie auch ausden Ställen weit mehr Düngstoff. Zwei neue, sehr nutz-bare Gewächse wurden von Kleinjogg zuerst in seinerHeimatgegend eingeführt: Die Kartoffel als Nahrungs-mittel für die Menschen und der Klee als Futtergewächsfür das Vieh.
Im Dorfe Wermatsweil herrschte zur Zeit, da Klein-jogg ein so guter Bauer wurde, grosse Hinlässigkeit.Um die baufälligen Häuser lag viel Kot. Die Gärtenwaren verwildert, die Zäune verfallen. Auf den unrein-lichen Dorfplätzen tummelte sich die Jugend in zerfetztenKleidern. Nun starb der alte Schulmeister, und z umneuen wurde Felix Gujer, der Bruder Kleinjoggs, ge-wählt. Dieser sagte freudig: „Jetzt ist der Weg offen,Böses auszurotten und Gutes zu pflanzen. Wir fangenbei der Jugend an.“
Wer von jetzt an ungewaschen und ungekämmt zurSchule kam, musste zum Brunnen wandern. ZerrisseneKleider waren aus der Schulstube verbannt. Kleinjoggmachte sich selber auch zum Lehrer der jungen Leute.Im Garten unterwies er ältere Schüler über die Pflegevon Gemüsen und Blumen und im Pfropfen von Obst-bäumen. Bald entstand ein schöner Wetteifer unter demheranwachsenden Volke. Die Knaben holten aus demWalde wilde Baumstämmchen, setzten sie in guten Bodenund veredelten sie. Die ganze Gemeinde fing an, längsden Hügelahhängen und Strassen Obstbäume zu pflanzen.Dann beredete Kleinjogg seine Nachbarn, dass sie ihrklein zerstückeltes und weit auseinander liegendes Landgegenseitig austauschten. So erhielten sie grössere, zu-sammenhängende Grundflächen und brauchten darumminder Zeit zum Gehen und Fahren von hier nachdort.