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ein armes Bäuerlein, „wie können Sie nur bei solchemWetter draussen bleiben? Wenn ich solch’ ein Herr wärewie Sie, liesse ich mir’s daheim in der warmen Stubewohl sein!“ Escher erwiderte: „Wisst Ihr, warum Euchder liebe Gott nicht reich werden liess? — Eben darum,weil Ihr nicht mehr arbeiten würdet, wenn Ihr reichwäret. “
Im Jahr 1807 wurden die Arbeiten am Linthkanalbegonnen, im Jahre 1822 durften sie als vollendet undgelungen betrachtet werden. Ein 5200 m langer Kanalleitete die Glarner Linth in den Wallenstattersee, undvon da führte ein zweiter Kanal von 16,000 m Längezum Zürchersee. Über 7200 Hektaren Landes warendurch die Entsumpfungsarbeiten wieder anbaufähiggeworden, und eine Bevölkerung von etwa 16,000 Men-schen wurde dadurch von manchen Krankheiten undGefahren befreit.
Durch die langjährigen, ausserordentlichen Anstren-gungen wurde Eschers Gesundheit untergraben, und schonim Jahre 1823 erlag er einer Krankheit. Sein Andenkenaber bleibt der Nachwelt im Segen. Der Grosse Ratdes Kantons Zürich erteilte dem hochverdienten Manneund seiner Familie den Ehrennamen „Escher von derLinth “, und die Tagsatzung liess am Biberli-Kopf fol-gende Inschrift anbringen:
„Dem Wohltäter dieser Gegend, Johann KonradEscher von der Linth, die eidgenössische Tagsatzung.Ihm danken die Bewohner Gesundheit, der Fluss dengeordneten Lauf. Natur und Vaterland hoben sein Ge-müt. Eidgenossen! Euch sei er Vorbild!“