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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : VI. Schuljahr / Lehrmittelkommission
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zwei federförmige Narben. Sobald der Blütenstaub auf dieNarbe gefallen ist, schließen sich die Blütenspelze wieder zu.

3. Die Ernte.

Nun beginnt eine rasche Veränderung mit der Pflanze.Der Fruchtknoten füllt sich mit einem süßlichen Milchsäfte.Die heißen Sommertage reifen ihn endlich zu einem harten,mehligen Samenkorne. Stengel und Blätter, welche bishergrün und weich waren, werden nun hart, holzig und gelbweiß.Das wallende Kornfeld harrt der Ernte. Bescheiden neigen sichdie mit reicher Frucht beladenen Halme zur Erde; nur dietauben Ähren heben stolz ihr Haupt empor.

Schnitter und Schnitterinnen kommen am frühen Morgenund mähen das Kornfeld ab. Am Nachmittag werden diedürren Halme in Garben gebunden und in die Scheune ge-führt. Muntere Lieder ertönen vom heimkehrenden Volk, undder Landmann hebt dankend seinen Blick zum Himmel, derseine Saat so reichlich gesegnet hat.

In den nebligen Herbsttagen werden die Garben gedro-schen. Früher war das eine beschwerliche Handarbeit. Heutebenutzt man fast überall die Dreschmaschine, die meist vonPferden getrieben wird. Die gelben Samenkörner fallen dabeiaus den Spelzen. In der Mühle werden die harten Körnerzwischen zwei Steinen in Mehl zerrieben. Durch ein feines Siebentfernt man die rotgelben Samenhüllen (Grüsch ), und aus demweißen Mehl bäckt man das Brot, ohne welches wir nicht lebenkönnten. Darum bitten wir den lieben Gott um unser täglich Brot.

Viele Kinder wissen nicht, woher das Brot kommt. Es mußdurch Fleiß und Arbeit mühsam erworben werden.

11. Aas Torfmoos.

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Die Moose sind gar zierliche und bescheidene Pflänzchen.Im Walde, auf Bäumen, ja selbst auf Hausdächern undSteinen siedeln sie sich in geselliger Weise an. Es gibt gar