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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : V. Schuljahr
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Der Kanton Wallis hat einzelne sehr liebliche undmilde Gegenden. Im Sommer herrscht in den geschlos-senen Tälern grosse Hitze, und es gedeiht auch imWallis ein vortrefflicher Wein. Mancherlei Pflanzen derwarmen Länder kommen hier sehr gut fort. Im unternWallis ist der Getreide- und Obstbau bedeutend; immittleren Landstrich gedeihen Kastanien, Feigen, Man-deln und Granaten; vornehmlich aber sind die mächtigenWalnussbäume eine Zierde des Landes. Rauher sinddie Gegenden des Oberwallis, wo Alpenwirtschaft vor-herrschend ist. Die Muttersprache der Bevölkerung istim Oberwallis die deutsche und im Unterwallis diefranzösische Sprache.

Der Hauptort Sitten (Sion ) liegt in der weitestenGegend des mittleren Rhonetals und ist von Mauernund Türmen umgeben. Dicht neben der Stadt erhebtsich ein hoher Fels, der durch eine tiefe Spalte in zweiTeile getrennt ist. Auf dem niedrigeren Teile steht dasSchloss Yaleria, mit Türmen und hohen Mauern be-wehrt, die zugleich eine Kirche umschliessen; auf demhohem Felskopfe liegen die Trümmer eines andern altenSchlosses. Yon hier aus hat man eine herrliche Aus-sicht auf die Stadt und eine weite Umgebung. Sittenzählt 5500 Einwohner.

Andere Ortschaften sind: Brieg, Visp, Lenk, Siders ,Martinach .

Fragen und Aufgaben.

1. In welcher Reihenfolge werden die Kantone derSchweiz gewöhnlich aufgezählt? 2. Nenne die Kantone desnördlichen Landstriches! 3. Wie groß ist der Kanton St.

Gallen, und wie viele Einwohner zählt derselbe? 4. An welcheausländischen Staaten grenzt dieser Kanton? 5. In welchemTeil desselben finden wir die höchsten Berge? 6. Nenne einigedieser Berge! 7. Zähle Berge des Kantons St. Gallen auf,welche zu den Voralpen gehören! 8. Welches sind die Zuflüsse