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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : V. Schuljahr
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In der Schlacht bei Göllheim verlor Adolf von Nassau dasLeben, und im Jahr 1298 wurde nun doch Albrecht zumKönig ernannt.

Alsbald schickte er Boten in die Waldstätte und ließ allemVolke sagen:Ergebet euch an Österreich ; dann will ich euchschützen und schirmen und euch viel Gutes erweisen."

Allein die Männer in den drei Landen antworteten, siewollten nur zum deutschen Reiche gehören und nicht besonderszu Österreich . Das verdroß den König, und er beschloß, siedurch allerlei Qual und Plage zu zwingen, daß sie sich seinemWillen fügten. Darum schickte er in königlicher Gewalt Reichs-vögte in die Waldstätte, von denen uns besonders genanntwerden: Hermann Geßler von Brunegg , einem Schlosse imAargau, und Beringer von Landenberg aus dem Thurgau .Dieser wohnte in dem Schlosse zu Tarnen. Jener aber bezogeine Burg zu Küsnacht im Lande Schwyz ; er ließ zudem nocheine andere Feste im Lande Uri erbauen und nannte sie demVolke zum HöhneZwing-Uri ". Diese Vögte wirkten nunviel mehr für Österreich als fürs deutsche Reich und verübtendie grausamsten Taten, so daß das Volk unter ihrem tyran-nischen Drucke seufzte.

b. Arnold von Melchtal . Im Lande Unter-walden, im Melchtal , lebte ein alter, freiheitsliebender Mann,Heinrich an der Halden. Sein Sohn Arnold wurde um eineskleinen Fehlers willen beim Vogt Landenberg verklagt. Dieseruntersuchte nicht, ob der Jüngling schuldig sei, sondern ver-langte als Strafe für jenen Fehler von dem Vater allsogleichein Paar Ochsen. Als der Knecht des Vogtes kam und dieTiere vom Pfluge ablöste, sprach er höhnisch zu den biedernMännern:Wenn die Bauern Brot essen wollen, so könnensie den Pflug selber ziehen." Darüber ergrimmte Arnold so