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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : V. Schuljahr
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ausgeplündert und sich mit Beute beladen hatten, stecktensie Ermatingen, Triboltingen und Mannenbach in Brandund zogen aufwärts unter Siegesjubel und allerlei Ge-walttaten.

Die Eidgenossen aber im Schwaderloh hatten denKriegslärm vernommen und rüsteten sich eiligst, um denKampf mit dem Feinde aufzunehmen, ehe er Konstanz wieder erreiche. Es zogen also die Eidgenossen, etwa1500 an der Zahl, geräuschlos und in raschem Laufedurch den Wald auf der Höhe bis gegen das Dorf Wäldi .Dort meldeten ihnen die ausgeschickten Späher, dass dieFeinde raubend und brennend, aber unter sich selbstüber die Beute streitend, unten am Wasser heraufzögen.Nun knieten die Eidgenossen nieder und baten Gott umden Sieg; dann stürzten sie mit grossem Geschrei undunter Trommelschlag mit aller Gewalt von der Anhöheherab auf die Feinde. Die vordersten Reihen derselbenwerden niedergeworfen; das Fussvolk weicht; die Reitereikann auf dem abschüssigen Boden nicht wohl kämpfen.Die feindlichen Ritter steigen ab, um zu Fuss zu fechten;aber ihre eigene Tapferkeit und ihr Mahnruf an ihreScharen konnte sie nicht retten. Die von Vaterlandsliebebegeisterten, von Rachegrimm zur höchsten Kampfwut auf-geregten Eidgenossen schlugen allen Widerstand nieder;1400 Feinde blieben tot auf dem Schlachtfelde. Vonden Fliehenden entkamen nur wenige; über 1000 der-selben ertranken im See und Rhein ; viele blieben an denFussangeln hängen, die im Graben bei Gottlieben gelegtwaren; 80 Mann kamen noch vor den Mauern von Kon-stanz um, als sie durch den Stadtgraben waten wollten.Die Eidgenossen verloren nur 20 Mann, nahmen demFeinde alle Beute wieder ab und zudem seine 14 grobenGeschütze und viele Waffen.

Am folgenden Tage erhielten die Konstanzer von denEidgenossen die Erlaubnis, ihre Toten vorn Schlacht-felde zu holen. Sie kamen in langem Trauerzuge vor