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Schulbuch für den sprachlichen und realistischen Unterricht in thurgauischen Primarschulen : V. Schuljahr
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fläche sammeln sich die Traube«,reste. Bald ist dieSauserzeit"vorüber, und aus dem trüben, süßen Most ist goloklarerWein geworden.

Der Wein ist das vornehmste Getränk. Mäßig genossen,erfreut er das Menschenherz, gibt frohen Mut und frischesBlut. Kummer und Sorgen macht er vergessen. Im Über-maß genossen, wirkt aber diese Himmelsgabe schädlich. DieSinne werden verwirrt, der Kopf kommt in Taumel, und dieGesundheit wird zerstört. Mit Recht verabscheuen wir daherdie betrunkenen Leute. Für Kinder paßt der Wein nicht. IhrAtem und Herzschlag sind sonst lebhaft genug, so daß derWeingenuß nur schädlich ist. Wasser und Milch sind für dasKindesalter die besten Getränke.

Außer Wein bereitet der Mensch noch andere Getränke:Kaffee aus den Samen des Kasfeestrauches, Thee aus denBlättern der im fernen Asien wachsenden Theepflanze, Bieraus Gerste und Hopfen, Most aus Äpseln und Birnen,Sirup aus allerlei Beeren.

3. Der Weinbau erfordert sehr viel Mühe und Arbeit.Der Rebmann findet vom frühesten Frühling an bis in denSpätherbst fast ununterbrochen Beschäftigung, als da sind:Lösen, Schneiden, Stickeln, Bogen krümmen, Anbinden, Düngen,Hacken, Läubeln, Heften, Zwicken, Jäten; dannWin,wen",Umlegen und Decken.

Es gibt zirka 1400 Arten von Reben. Jedes Land hatseine besondern Rebarten und deshalb auch besondere Weine.Die geringen Sorten enthalten viel Säure, die guten dagegenviel Zucker und Weingeist.

Der Weinstock ist manchen Krankheiten unterworfen. Amgefährlichsten ist ihm aber die Reblaus, ein winziges Insekt.