16
17. Die reisen Beeren.
Stachelbeeren, Stachelbeerenstehn in unserm Garten.
Mutter, gib mir auch ein paar,kann nicht länger warten.
So sagte Karl zu seiner Mutter. Warte doch noch einige Tage,bis sie reif sind; sonst machen sie dir Leibschmerzen, erwiderte dieMutter. Du darfst aber jetzt die Erdbeeren pflücken. Die bringstdu mir in die Küche, und dann mache ich Konfltüre daraus.
Karl eilte in den Garten hinaus. Vrrr...! Fort, ihrfrechen Spatzen! Ihr nehmt ja alle unsere Beeren. Aber dieSpatzen kehrten immer wieder zurück. Die Mutter spannteweiße Fäden über die Beerensträucher. Da meinten die Spatzen,man wolle sie fangen, und sie blieben fern.
Einige Tage später machte Karl selber ein vergnügtesSpatzengesicht. Die Mutter hatte ihm erlaubt, von den reifenIohannis- und Stachelbeeren zu pflücken. Ha, wie war dasein lustiges Schmausen hinter dem grünen Iohannisbeerbusch!Und die dickhäutigen Stachelbeeren, wie die zwischen den weißenZähnen zerplatzten! Auch reife Himbeeren gab es. Aber diedurfte er nicht essen; aus diesen bereitete die Mutter Himbeersaft.Der mundete Karl trefflich, wenn er Durst hatte. Ja, in einemGarten ist manches, was ein Leckermäulchen erfreuen kann.
18. Ade» liebe Sonne.
1. Sonne, gehst du schon wieder fort?
Was tust du hinter den Bergen dort?
Bleib doch ein Weilchen noch bei mir!
Es ist so schön im Gärtchen hier.
Ich bin so wach und munter noch.
Wenn du gehst, so kann ich nichts mehr sehn,muß gleich ins dunkle Bettchen gehn.