kurzen Füßen. Zwei Zehen stehen nach vorn, zwei nach hinten.Die steifen Schwanzfedern sind sein Stühlchen. Mit dem geraden,starken Schnabel hämmert er geschwind an den Ast. Dannzittert der Schnabel und schnurrt darum laut.
2. Bald kommt sein Weibchen herzugeflogen. Sie sucheneine mächtige, glatte Buche, welche innen angefault ist. Dazimmern sie eine Wohnung. Mit kräftigen Hammerschlägen istbald eine Höhle gemacht. Ein Stück weit geht dieselbe wagrechthinein, dann aber senkrecht nach unten. Es fliegen Holzspäneheraus; die feinsten aber bleiben liegen als Bett für die Jungen.
3. Diese sind aus den glänzend weißen Eiern geschlüpft.Die Spechteltern lieben ihre Jungen sehr, obwohl diese rechthäßlich aussehen. Sie sind ungemein gefräßig und machen oftdem Ameisenhaufen einen Besuch. Der Specht streckt seinelange Zunge mitten in das Ameisenvolk hinein. Das fleißigeVölklein wehrt sich tapfer und spritzt einen scharfen Saft aus.Herr Specht zieht seine Zunge voll Ameisen ganz gemütlichein und verschluckt die Beute. Wenn er satt ist, so nimmt ernoch eine Ladung Puppen heim. Das ist ein Leckerbissen fürseine Jungen. Bald kommen die jungen Spechtlein aus derHöhle. Sie erlernen von den Alten das Klettern und wieman die Nahrung sucht.
4. Der Specht ist aber auch dem Forstmann ein treuerGehilfe. Unter der Rinde der Bäume wohnen oft zahlreicheWürmer und Larven von Borkenkäfern. Da kommt derkleine Zimmermann und merkt diese Schädlinge. Bald ertönenkräftige Hiebe. Späne fliegen umher. Plötzlich eilt der Spechtauf die andere Seite des Stammes. Hier beguckt er genaujedes Ritzchen. Warum? Die Würmer sind vor dem Hackenerschrocken und unter die Rinde auf die andere Seite desBaumes geflohen. Mit seiner klebrigen Zunge fährt der Vogelin die Wurmlöcher hinein und holt die Larven heraus.
Der Förster liebt den kleinen Zimmermann.