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Lesebuch für das dritte Schuljahr / bearbeitet von der thurgauischen Lehrmittelkommission ; Buchschmuck von Carl Roesch, Diessenhofen
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im Sonnenschein. Einige Häusergiebel ragen über die grünenBäume empor. Zwischendurch schimmern weiße Häuser, roteZiegeldächer.

2. Dort liegt halb versteckt ein großes Bauerndorf. Einebreite Straße führt hinauf. Es ist die Dorfslraße. Zu beidenLeiten stehn zerstreut Häuser, Scheunen, Werkstätten. Fastvor jedem Haus ist ein schöner Blumen- und Gemüsegarten.Vor den Fenstern stehen Blumentöpfe mit Geranien, Nelken,Fuchsien. Viele Gebäude, große und kleine, sind an denNebenstraßen und Wegen. Fast jedes sieht wieder ein weniganders aus als die übrigen.

3. Da steht ein altes Vauernhaus mit hohem Giebel.Das Holzwerk ist vom Alter braun geworden; die Mauernaber sind frisch geweißt. Nebenan steht eine mächtige Scheune.Was doch alles unter dem gewaltigen Dach geborgen ist:Viehställe, Heu, Stroh, Wagen, Eggen, Pflüge, Karren, Sensen,Gabeln, Rechen, Maschinen.

4. Vor der rußigen Schmiede ist ein Pferd angebunden.Eben bringt der Schmied mit der Zange ein glühendes Huf-eisen heraus. Das Häuschen gegenüber ist fast begraben unterdem Werkholz von Buchen, Eschen, Eichen, Föhren . Da wohntder Wagner. Vor dem Spezereiladen hält ein Wagen, hochmit Kisten, Fässern und Säcken beladen. Der Kaufmann ausder Stadt bringt dem Krämer frische Waren. An der Eisen-stange vor dem Wirtshaus bindet der Fuhrmann seine müdenPferde an. Die Krippe ist für den Hafer da. In einer engenNebenstraße können wir kaum durchkommen. Ein Fuhrwerk,mit zwei mächtigen Ochsen bespannt, braucht fast die ganzeStraße. Die starken Tiere folgen willig einem muntern Bürsch-chen, das barfuß nebenher schreitet. Es hat die Peitsche inder Hand und tut, als ob es ein richtiger Bauer wäre.

5. Nicht weit von der Kirche, auf dem großen freienPlatz mit der schönen Aussicht, steht ein neues Haus. Es ist